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Aktuelles |
| Pisa "reloaded" |
23.04.2010 |
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Nach den katastrophalen Ergebnissen der letzten Pisa-Studie erregt die dieser Tage erschienene Studie "Ausbildung 2010" erneut enormes Aufsehen: Die deutsche Industrie- und Handelskammer veröffentlichte vor Kurzem im Rahmen einer Studie markante Daten zur Situation am deutschen Ausbildungsmarkt. Wie bereits in den Vorjahren konnten bei der Untersuchung von Ausbildungshemmnissen vor allem ungenügende Kompetenzen in den Kernbereichen Lesen, Schreiben und Rechnen nachgewissen werden.
Des Weiteren stellte eine mangelhafte Ausprägung songenannter Soft Skills wie beispielsweise Disziplin, Belastbarkeit und Leistungsbereitschaft ein erhelbliches Hindernis für die Ausbildungsfähigkeit der Jugendlichen dar. Bereits heute müssen 54% der 15.000 befragten Unternehmen zum Ausgleich diverser Lerndefizite innerbetriebliche Nachhilfe organisieren .
Bei unseren zahlreichen Gesprächen mit Azubis haben sich mehrere Gründe herrauskristallisiert, welche zuvor genannte Zahlen erklären könnten. Während Auszubildende hiernach besonders einen Mangel an Lehrkräften und zu hohe Ausbildungsanforderungen kritisierten, machen Unternehmen und Schulen die knappen Budgets sowei ungenügende schulische und soziale Grundkenntnisse verantwortlich.
Die steigende Attraktivität von Abitur und Studium alternativ zu einer klassischen Berufsausbildung als auch die familiäre Situation werden zudem vermehrt unter jenen Faktoren erwähnt, welche die Auswahlmöglichkeiten der Unternehmen begrenzen. Da wir uns als Jugendorganisation der CDU hauptsächlich um die Belange Jugendlicher und junger Erwachsener kümmern und bereits durch zahlreiche Aktionen (siehe Bewerbertraining) wertvolle Hilfestellung leisten konnten, ist und dieses Thema ein wichtiges Anliegen.
Wir als Junge Union möchten daher, dass die Bildungspolitik endlich zum zentralen Bestandteil des öffentlichen Handels wird. Die JU fordert in Folge die Bereitstellung finanzieller Mittel für die Aufstockung qualifizierter Lehrkräfte, die Reduzierung der Schülerzahlen pro Klasse, die verbesserte Ausstattung der Schulen, die Einführung von mehreren Pflichtpraktika als integralen Bestandteil der schulischen Laufbahn, sowei einen lebendigen Austausch zwischen Schulen und Unternehmen. Gleichzeitig sind die Eltern als unabdingbares Glied eines funktionsfähigen Bildungssystems gefragt. Die Junge Union sieht diese in der Pflicht, ihren Zöglingen schon in frühem Stadium soziale Basiskompetenzen zu vermitteln, Leistungsbereitschaft und kindlichen Lerneifer aktiv zu fördern und sie letztendlich zu mündigen und gesellschaftsfähigen Bürgern heranzuziehen.
Entgegen aller irreführenden Schuldzuweisung zwischen den an der Thematik beteiligten Instanzen plädieren wir als Vertreter der jungen Generation für eine konstruktive und zielgerichtet Diskussion, welche das Wohl unserer Jugend als zukünftigen Leistungsträger unserer Gesellschaft endlich zum zentralen Anliegen macht.
Christoph Bollig und Maria Thelen |
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