|
|
 |
 |
 |
 |
Suchbegriff: |
 |
|
 |
Suche powered by google |
|
|
 |
 |
 |
|
|
 |
 |
 |
|
|
 |
 |
 |
 |
E-Mail Adresse: |
 |
|
 |
Du möchtest die aktuellsten Nachrichten per e-Mail erhalten? |
|
|
 |
CMS by Modix.de |
|
 |
 |
|
|
 |
Aktuelles |
| Rücktritt Horst Köhler Leserbrief von Maria Thelen |
Leserbrief vom 2.6.10 in der "Welt" 02.06.2010 |
|
 |
 |
 |
Mit Entsetzten habe ich die Nachricht über den Rückzug Horst Köhlers aus dem Amt des Bundespräsidenten entgegengenommen. Gerade in Zeiten schwieriger innenpolitischer und außenpolitischer Verhältnisse bedarf es einem verantwortungsbewussten und kritischen Staatsoberhaupt, welches die nationalen Entscheidungsprozesse scharfsinnig beäugt und das Land -und somit die deutsche Bürgerschaft- trotz bundespolitischer Differenzen bestmöglich nach Außen vertritt. Entgegen allen anfänglichen Bedenken bezüglich seiner CDU-Mitgliedschaft als auch der fortwährenden Seitenhiebe der Opposition ist Köhler bisher der dem Amt auferlegten Maxime parteipolitischer Neutralität gerecht geworden. Während er Deutschland auf internationaler Ebene würdevoll repräsentierte, nahm er stets Einfluss auf die politischen Geschehnisse des Landes und hob im Namen des Volkes zur Not auch den mahnenden Zeigefinger. Köhler war eben nicht- wie die NRW-Grünen kurz nach dem Rücktritt monierten- „ein Bundespräsident von Union und FDP“. Vielmehr verschrieb er sich ganz den Interessen der Bürger, indem er die Politiker parteiübergreifend an die an ihr Mandat gekoppelten Pflichten gegenüber dem Wahlvolk erinnerte.
Die- zugegeben- leicht missglückten Äußerungen Köhlers hinsichtlich der durch Bundessoldaten gesicherten Wahrung deutscher Interessen im Ausland schien vielen Neidern daher eine ideale Gelegenheit zur bewussten Missinterpretation und Demütigung des deutschen Staatsoberhauptes.
Die blitzschnellen Schüsse aus der Opposition hätte Köhler folgerichtig nutzen müssen, um bösartige Gerüchte zu zerstreuen und seine Glaubwürdigkeit zu wahren. Der unerwartete Rücktritt hat stattdessen das Vertrauen der Bürger- durch den Fehlstart der Regierung stark erschüttert- abermals auf die Probe gestellt. „Offen will ich sein- und notfalls unbequem“: Mit diesem Ziel hat Köhler damals das höchste Amt angetreten. Die Chance, diesem Motto gerecht zu werden, hat er allerdings hiermit leider vertan.
Maria Thelen
|
|
|
|
|
 |
mehr zu diesem Thema |
|
|
 |
Aktuelles |
 |
|
|
 |
Neuste Galerie |
| BuGa-Besichtigung mit JU-MYK ,18.06.2011 |
 |
 |
 |
 |
|
|
|
 |
|